Am 14. September 2025 fand in Paris zum 40. Mal das traditionsreiche Rudern „Traversée de Paris“ statt. Eine Ruderfahrt auf der Seine von der Pont de Sèvres bis zur Île Saint-Louis im Zentrum und zurück, insgesamt durch 33 Brücken. Vor 10 Jahren war ich das erste Mal mit einer Mannschaft des PRCG dabei, späterhin dann noch mehrfach in anderer Besetzung.

Als im Herbst 2024 erneut eine Einladung der Lifa, der Liga der vereinigten Ruderclubs der Île-de-France, zur 40. Jubiläumsfahrt kam, war die Entscheidung zur nochmaligen Teilnahme schnell gefasst. Eine neue Mannschaft kam zusammen. Die Miete eines Bootes klappte, der gesamte administrative Vorgang der Anmeldung mit allen Informationen des Ablaufs der Veranstaltung war wie immer hervorragend organisiert, alles online abrufbar.

So trafen wir uns, Thomas Gorlewitz, Carolin Maass, Beate Brandt, Carsten Spengemann, Thomas Kröschel und ich mit unseren Begleitungen am Freitag, den 12.09. in Paris. Am Samstag, den 13.09., erhielten wir im Ruderclub unsere Unterlagen, das gemietete Boot lag bereit zum Aufriggern.

Es gab eine strenge Zeitplanung für den nächsten Morgen: 5:30 Treffen, 6:15 Boote zu Wasser, 7:15 Start.

Am Sonntag fanden wir uns frühzeitig noch bei Dunkelheit im Clubhaus ein. Es gab ein Croissant und einen Schluck Kaffee, dann gingen 250! Boote in einem wohlgeordneten Chaos ins Wasser. Viele jugendliche Helfer sorgten für einen zügigen Ablauf, gegen 7:00 war unser Boot im Wasser und reihte sich ein in den Pulk der vielen anderen Boote, die vor der Brücke von Sèvres warten mussten. Um 7:15 kam das Zeichen zum Start durch ein kleines Feuerwerk und los ging es.

Es ging bei beängstigender Enge der vielen Boote den Fluss aufwärts am Eiffelturm vorbei, durch die historische Mitte der Stadt, an der Île de la Cité kam die wiederhergestellte Kathedrale Notre-Dame in Sicht, weiter ging es noch um die Île Saint-Louis herum mit einer fast vollständigen Wende und zurück flussabwärts. Am Eiffelturm war ein eventueller Wechsel vorgesehen in der Mannschaft, der war dann aber nicht nötig.

Bei der Rückkehr am Club gegen 11:00 Uhr ging das Anlegen und die Herausnahme der Boote erneut in Windeseile dank der vielen Helfer. Danach gab es auf dem Gelände des Clubs ein gemeinsames Essen mit allen Teilnehmern und Begleitern: Paella, frisch zubereitet in einer Galerie von großen Pfannen, inklusive einer Flasche Rotwein pro Mannschaft. Alle fanden Platz an einer endlosen Reihe von Tischen und Bänken bei schönem Wetter.

Einige von uns blieben noch in der Stadt zum Sightseeing, andere fuhren weiter zu einem Kurzurlaub in Frankreich oder nahmen den Zug nach Hause.

Es war eine schöne Fahrt für alle Beteiligten mit positiven Erinnerungen an die 40. Traversée de Paris.

Burkhard Wolff